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Gregor Bieler bei Aparavi: Vor dem Cloud-Umzug steht die Datenbereinigung

„Big Data ist oft nur ein Haufen redundanter und trivialer Daten“, sagt Gregor Bieler. Beim Schweizer Startup Aparavi will der Manager Mittelständlern helfen, vor der Cloud-Migration die Daten aufzuräumen.

Der ehemalige Chef des Partner-Business bei Microsoft Deutschland, Gregor Bieler, hat beim Schweizer Unternehmen Aparavi angeheuert und will dort in der Rolle des CEO Emea das Europageschäft voranbringen. Aparavi, 2017 von Adrian Knapp gegründet und von Privat-Equity-Investoren finanziert, bezeichnet sich als Spezialisten für "Data Mastery". Die Eidgenossen bieten Tools an, mit denen vor allem mittelständische Betriebe ihre Datenbestände säubern können, um nur mit den wirklich wichtigen und benötigten Daten in die Cloud umzuziehen.

"Mit unseren Lösungen füllen wir eine Lücke", sagt Bieler. Die meisten Betriebe hätten keinen Überblick darüber, welche Daten sie haben, wo diese liegen und welche Risiken und Chancen mit den oft unstrukturierten und nicht indexierten Daten verbunden sind. "Komplett mit nicht strukturierten Daten in die Cloud umzuziehen, ist teuer und aus Compliance- und Datenschutzsicht gefährlich", sagt Bieler.

Überflüssige Daten aussortieren

Wer den Kurs in die Cloud einschlage, hab die einmalige Chance, die vorhandenen Datenbestände zu sichten und zu reduzieren, so dass nur die wirklich benötigten Daten mitgenommen würden. Bei der Gelegenheit könnten Unternehmen ihre Daten auch auf DSGVO-Compliance überprüfen, zumal gerade in den unstrukturierten Daten, die oft weltweit verteilt auf vielen Servern und Endgeräten lägen, immer wieder ungeahnte Probleme schlummerten.

Die "Aparavi Data Mastery Platform" setzt Crawler innerhalb des Unternehmensnetzwerks dazu ein, alle Datenbestände zu durchsuchen - auch auf Servern, von deren Existenz die Mitarbeiter mitunter gar nichts mehr wissen, auf denen aber noch geschäfts- oder Compliance-relevante Informationen liegen können. Anhand von vorab definierten Richtlinien oder selbst gewählten Stichwörtern können die Unternehmensdaten durchsucht und klassifiziert werden. Unnütze Daten lassen sich per Mausklick entfernen.

DSGVO-Einhaltung soll leichter werden

Laut Aparavi wird damit das Speichern von Daten in der Cloud kosten- und energieeffizient, Mitarbeiter kommen schneller an die gesuchten Informationen und DSGVO-Vorgaben wie Artikel 15 (Auskunftsrecht) und 17 (Recht auf Löschung) lassen sich schneller innerhalb der gesetzlichen Vorgaben umsetzen.